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Eine Idee wird geboren

Trainingsreise nach Norwegen vom 27.06.2017-04.07.2017

Unglaublich. Ich habe das Glück mit Siting Ron Lew nach Norwegen reisen zu dürfen. Ich kann es kaum begreifen. Bis dahin kannte ich ihn nur aus großem Abstand bei Lehrgängen und aus dem Outdoor Camp Beckerwitz. Da war ich schon über ein Bild mit ihm glücklich. Jetzt sollten es sehr viele werden. Und alles nur, weil ich mich so doll mit der Peitsche beschäftigt hatte, dass ich Sifu Jürgen anrief, um mir eine richtig gute zu kaufen. Nachdem der vorschlug, eine von Siting Ron Lew mitbringen zu lassen, fragte er mich ein paar Sätze später, ob ich Lust hätte, nach Norwegen mitzukommen. Natürlich hatte ich Lust. So eine Gelegenheit kommt vielleicht nicht wieder und ohne groß nachzudenken, sagte ich zu. Super Entscheidung. Am 27. Juni starten wir von der KungFu Schule Klein Rönnau. Wir, das sind Siting Ron Lew, Meister des Escrima/Doce Pares, der tibetanischen Peitsche, des Energieflusses, der Mundharmonika und der Lebensweisheiten. Sifu Jürgen, Alt-Meister des KungFu, Meister der Kochkunst und des Angelns, Initiator und Organisator und ein sehr guter Freund. Sihing Klaus, Jung-Meister des KungFu, Beherrscher der Mundharmonika, zuverlässiger Begleiter und Unterstützer in allen Situationen. Thomas, mein Sohn, Blaugurt, Computerspezialist, lerneifrig, aufmerksam und immer einsatzbereit. Sowie später Andre, Gastgeber in Norwegen, Grüngurt, vielseitig und sehr belesen, unkompliziert und großzügig und ich. Mit einem Kleinbus geht es durch Dänemark zur Fähre und weiter in Norwegen nach Grimstad, dem Zu Hause von Andre. Alle haben sich bis dahin gut ausgeschlafen, im Auto und auf der Fähre – unter dem Schild „schlafen verboten“. Kaum angekommen und eingerichtet, geht es in den Garten. Wir tauchen in die Welt von Siting Ron Lew mit Escrima und Peitsche. Mich fasziniert vor allem die Peitsche, sein tibetianischer Peitschenstil. Der Unterschied zu allen anderen auf der Welt, die Peitsche ist kürzer und wird mit der linken Hand geführt. Das heißt, die linke als leere Hand dient als Wendepunkt, Haltepunkt, Orientierungspunkt.  Die linke Hand öffnet, bereitet vor, ermöglicht erst bestimmte Bewegungen und Techniken. Wie beim Doce Pares. Das Geheimnis der linken Hand. Höre den Sound der Bewegung, fühle die Bewegung der Schlange, sie folgt der Hand, spüre die Kunst des Langsamen. Worte, die ich nun oft am Tag höre. Ungefähr einen halben Tag pro Tag übe ich. Am Ende der Woche bin ich stolz darauf, die Form, die Siting Ron Lew entwickelt hat, als erster laufen zu dürfen. Er hat sie extra erfunden und nun zum Leben erweckt. Und ich war dabei. Der heilige Flug des Phönix, ein schöner Name dafür. Natürlich sind wir aber vor allem nach Norwegen gefahren, um Siting Ron Lew die Schönheit des Landes zu zeigen. Das geht auch nächsten Morgen los. Andre kennt schöne Ecken, wo Meer, Felsen und Wald sich zu einer malerischen Landschaft vereinen. Das ist per Foto kaum zu erfassen und festzuhalten. Wir besuchen Arendal und Kristiansand. Dort treffen wir Richard Haye, der sich mit Siting Ron Lew in seiner Kampfsportschule verabredet hat. Drei riesige Trainingsräume mit allem, was Kampfkunst so braucht. Eien herzliche Begegnung, bei der Siting Richard eine kurze Unterrichtseinheit gibt. In einer viertel Stunde Wissen für ein halbes Jahr Training vermittelt, sagt er. In Kristiansand besuchen wir auch ein Livekonzert von Elton John, Siting Ron Lew genießt es sichtlich. Am nächsten Tag brechen wir nach Lindeness auf. Wir besichtigen eine alte Festung direkt am Meer und haben vom Leuchtturm einen herrlichen Ausblick. Hier lernt man Ruhe und Entschleunigung. Wir bleiben in Lindeness in einer „Hütte“, ein komfortables Haus mit Platz genug für alle. Die Zeit zwischen Training und Entdeckungen sind gefüllt mit Mundharmonikaspiel von Siting Ron Lew und Sihing Klaus, Angeln mit Sifu Jürgen und Sihing Klaus und unendlich vielen Geschichten von Siting Ron Lew über sich, seine Freunde, sein Leben. Namen wie El Dacascos, Jack Man Wong, Paul Ing, Cacoy Caniete und Bruce Lee, die wir mit großer Ehrfurcht nennen, spricht er gelassen aus und hat mit ihnen einiges erlebt. Zwischendurch immer wieder Vorführungen zu Doce Pares. Die Tage und Stunden fliegen. Am letzten Tag fahren wir an einen Strand und üben dort. Dann ziehen wir weiter auf die Felsen. Siting Ron Lew zeigt hier nochmal seine Peitschenform. Es entstehen eine Reihe herrlicher Fotos in kämpferischen Posen vor einem unglaublichen Hintergrund. Nach einer Woche müssen wir schon wieder zurück. Eine unvergessliche Reise, die mich tief beeindruckt hat und in der wir unser Fight and Family ausgelebt haben. Herzlichen Dank an Sifu Jürgen, dass ich das erleben durfte, an Siting Ron Lew, dass ich soviel lernen durfte, an Andre für die Gastfreundschaft und an alle, dass wir so harmonisch miteinander diese Zeit genießen konnten. Bis zum nächsten Mal…    Posted in Treffen mit Ron
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