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Reise zum Ursprung des Tibetan Wave

Meine Trainigsreise zu Siting Ron lew nach San Francisco 11. Mai bis 17. Mai 2018   Die unglaubliche Geschichte erhält eine Fortsetzung. Ein Jahr nach der Norwegenreise bin ich auf dem Weg nach San Francisco zu Siting Ron Lew. Ein Versprechen wird wahr. Ich weiß nicht, was mich erwartet. Den Inhalt der nächsten Tage haben wir nicht abgesprochen. Der Koffer halbleer, dafür der Kopf voller Fragen. Zehn Stunden Flug lassen es nicht weniger werden. Ab jetzt alles nur noch auf englisch, wie selbstverständlich. Siting Ron Lew holt mich vom Flughafen ab. Es geht nach San Jose, zu ihm nach Hause. Nach kurzem Einzug ins eigene Zimmer, das voll ist von seinen Urkunden und Auszeichnungen, geht es in den Garten. Ein schön angelegter chinesischer Garten mit vielen Rosen. Erste Lektion und Überprüfung meines Leistungsstandes. Ich komme mir vor, wie im Film Karate Kid. Er schneidet ab und zu ein Blatt von einer Rose und ich schwitze in der Sonne und bekomme ab und zu einen Blick und eine Trainingsanweisung. Der nächste Tag startet, wie auch jeder weitere um sechs mit der aufgehenden Sonne. Um sieben stehe ich im Garten und trainiere. Die Vorbereitung läuft für die Prüfung zum fünften Level. Ziele aus allen Winkeln präzise treffen, heißt die Aufgabe. Die zu erfindende eigene Form hatte ich zu Hause schon vorbereitet. Die muss ich jetzt nur wiederholen. Am Nachmittag fahren wir in den Park. Auf einer grossen Wiese darf ich meine Form vorführen. Mehrmals mit verschiedenen Schwerpunkten. Dann baut Siting Ron Lew einen Notenständer auf und befestigt daran Strohhalme. Die muss ich treffen. Aus jedem Winkel auf Ansage. immer drei Mal hintereinander. Treffe ich nicht, geht es nochmal von vorn los. Easy, not simple, da war es wieder. Es dauert, aber irgendwann bin ich durch. Die Überraschung. Das war meine Prüfung, ich bin jetzt fünftes Level. Ich freue mich, aber es bleibt kaum Zeit zum Geniessen dieses Augenblicks. Ich erlerne die Kampfschlinge. Ab jetzt geht es um Nahkampf mit der Peitsche. Stoßen, schlagen, würgen. Zum Ausgleich machen wir Qi Gong, jeden Tag eine Stunde. Atmen lernen, Energie spüren. Am nächsten Tag geht es früh wieder in den Garten. Eins werden mit der Peitsche. Bewegungen aus der Hüfte, nicht aus den Armen, Energie fliessen lassen. Am Ende werden es jeden Tag acht Stunden Training gewesen sein. Nur heute ist eine Ausnahme. Wir fahren für einen Nachmittag nach San Francisco. Er zeigt mir seine KungFu Schule, sein altes Wohnhaus und das Restaurant, wo für ihn alles mit KungFu angefangen hat. Natürlich sehe ich auch die Golden Gate Bridge und das Haus seines Qi Gong Meisters. Im dunkeln erst fahren wir zurück. Am nächsten Tag geht es weiter. Peitsche werfen, schleudern, auffangen, umgedreht benutzen. Gut, dass ich mit der Stahlpeitsche geübt habe, das hilft jetzt. Ich arbeite an der nächsten Form für Level sechs. Und noch etwas kommt dazu. Messer in der linken Hand, wie beim Doce Pares. Es dauert eine Weile, bis ich mich daran gewöhnt habe und die Bewegungen umsetzen kann. Jetzt heisst es, Distanzen variieren. Gegner aus allen Richtungen. Und zum Ausgleich amTagesende wieder Qi Gong. Die Tage vergehen wie im Flug. Ich lerne seine Familie kennen und telefoniere mit Menschen, deren Namen ich bisher mit grosser Ehrfurcht ausgesprochen habe. Für ihn nichts besonderes, Trainingspartner und Freunde. Schon geht es zurück. Für mich bleiben eine Menge Eindrücke, viel Lernmaterial und das Wissen, einen einmaligen Lehrer zu haben, der mich wie einen Sohn aufgenommen hat. Ich bin glücklich, dass ich das erleben durfte.  Posted in Treffen mit Ron
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