
Mit der Peitsche auf dem Fußballplatz geht nicht. Bei uns schon. Der Grund war einfach. Bisher fanden die Freiluft-Seminare immer auf der Wiese an der alten Kung-Fu Schule statt. Diesmal erhielten wir kurzfristig eine Absage ohne logische Begründung. Also mussten wir schnell einen Platz finden, wo wir keinen stören, der aber ein Training möglich macht. Dank einer guten Beziehung zum FC Mecklenburg durften wir kurzfristig deren Trainingsplatz nutzen. Eine sehr komfortable Alternative und herzlichen Dank für die unkomplizierte Unterstützung.
So konnten wir pünktlich starten. Zuerst bekam Tim die Urkunde zum Level 2. Er ist bei jedem Seminar dabei und übt immer sehr diszipliniert. Bevor es mit dem Training losging, nahmen wir uns die Zeit, um über die Zukunft unserer Gruppe zu sprechen. Wie in vielen anderen Sportvereinen beobachten wir auch in unserer Gemeinschaft, dass außer bei dem heute anwesenden Kern die Bereitschaft zu Kontinuität und Verbindlichkeit stark rückläufig ist. Das damit verbundene Risiko der Kostendeckung bei Benutzung einer Halle ist ein Thema, dem wir uns stellen müssen. Es gab aber keine generelle Lösung, wie wir zukünftig genug neue Mitglieder gewinnen und halten können. Es ist also jeder weiter aufgerufen, an umsetzbaren Vorschlägen mitzuarbeiten.
Dann gingen wir zum Training über. Da heute alle schon zu den Fortgeschrittenen gehörten, konnten wir auf hohem Niveau arbeiten. Die Formelemente beherrschen schon die Meisten. So können wir bereits an weiteren Bewegungen über das Grundprogramm hinaus arbeiten. Die Phönix-Form wird auch weiter die Grundlage bilden, da sie alle grundsätzlichen Bewegungen erhält und ziemlich einfach die Koordinierung von Händen und Füßen trainiert. Da Claudia nun auch Schwarzgurt ist, haben wir eine sehr komfortables Trainer-Schüler-Verhältnis. Insofern schade, dass nicht mehr anwesend waren.
In der zweiten Halbzeit bauten wir nochmal Claudias Spiele auf, die sie zur Prüfung gebastelt hatte. Die Schießbuden-Figuren haben heute zum Teil erheblich gelitten. Aber alle hatten wirklich Spaß, sich nochmal bei Geschicklichkeit und Genauigkeit auszuprobieren. Aber Claudia hatte noch was anderes vorbereitet. In schwarze Luftballons füllte Luisa Wasser. Dann wurde einer davon in einen Becher gestellt. Natürlich sollte der Ballon kaputt gepeitscht werden. Alles wurde als Video aufgenommen, sodass schöne Zeitlupen-Aufnahmen entstanden. Jeder konnte einen Luftballon abschießen und hat jetzt auch ein Video von seinem Erfolg. Eines der Videos werden wir auf unsere Internet-Seite stellen. Da der Abschuss der Wasserballons ziemlich lange dauerte, war die Zeit danach schon fast rum. Wir probierten aber noch die neuen Trainingspeitschen aus. Die haben eine gute Qualität. Da sie leichter und nach dem Griffstück flexibler sind, kann man deutlich schneller und lauter peitschen. Wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Peitschen sein können.
So schnell war die Zeit schon wieder rum. Als nächstes wird Claudia im November ein Seminar zum Peitschenbau anbieten. Das nächste Training ist für Ende Januar oder Anfang Februar geplant. Es findet auf alle Fälle in der Halle statt. Damit starten wir dann ins Jahr 10 unserer Entwicklungsgeschichte. Bin also gespannt, wie wir uns weiter entwickeln werden.
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